Mittwoch, 12. Februar 2014

Überstanden

Unglaublich froh bin ich, dass nun alles hinter uns liegt. Schlaflose Nacht, das tapfere Mädchen, das über alles so genau Bescheid weiß und sich nicht fürchtet, aber dennoch die Aufregung der Eltern spürt.
Krankenhausgeruch, ein nettes Op-Team, für das Mädchen scheint es, als sei das alles total normal.


Zuhause hatten wir ihr schon ein Betäubungspflaster auf den Handrücken geklebt. Umsonst, wie sich im Nachhinein herausstellte. Das Mädchen wurde völlig zerstochen weil die Venen wieder zu tief lagen, doch der Zugang musste gelegt werden. 


Warten darauf, dass der Schlafsaft wirkt, damit wir sie schläfrig in den Op übergeben können. Doch nein, das Mädchen ist hellwach und so ist die Verabschiedung für uns Eltern schlimmer. Hinterher erfahren wir von dem erfolglosen Versuch, die Narkose über die Vene einzuleiten. Sie ist hellwach, erinnert sich an alles und wird dann doch über die Maske betäubt.


Eine Stunde warten, zum Glück werden wir früh genug in den Aufwachraum gerufen, da schläft das Mädchen noch. Völlig verkabelt, sie braucht noch Sauerstoff. Sie wacht auf, weint, das Trösten und im Arm halten fällt schwer mit der Überwachung und der Nadel in der Hand, der Pfleger hält die Sauerstoffmaske  über sie, das Gerät piepst immer wieder.
Als sie erste Wörter murmeln kann, hören wir "Wann sind wir endlich fertig?", "Die Spritze soll aus meinem Arm!". Der Pfleger zieht den Zugang, ich krabbel in ihr Bett, darf sie in den Arm nehmen und für sie singen, da wird sie wieder ruhig.


Nach einer weiteren Stunde ist sie richtig wach, isst ein Schokoladeneis, guckt sich einen Film an.

Die Bettnachberin hatte einen Schlaganfall, das Mädchen fragt die Therapeutin aus und guckt sich alles ganz genau an.
Wir dürfen in`s Spielzimmer, der Chirurg kommt und berichtet von dem Eingriff (sie hat Röhrchen bekommen, die Schnitte hätten nicht ausgereicht).
Als der Narkosearzt sie auch noch angesehen hat dürfen wir gehen. So schnell. Das Mädchen bekommt eine Tapferkeitsurkunde, das Team lobt sie und uns Eltern.
Es hätte kaum besser laufen können. Außer die fehlgeschlagenen Einstichversuche.

Das Mädchen ist den Rest der Woche noch krank geschrieben, wir vertrödeln die Zeit.

Der Moment als sie aufwachte, da war ich so unglaublich dankbar. Das war das wichtigste.

7 Kommentare:

  1. Wie gut das ihr das alles schon hinter euch habt!

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  2. oh, das ist wirklich gut, zu lesen, dass alles so gut geklappt hat (bis auf die Sache mit dem Zerstechen, aua, fies!).
    und dass sie alles wissen wollte, hihi, wie süß!

    weiterhin gute Besserung und alles Liebe!

    sjoe

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  3. Mamma Mia- bin ich froh für euch alle, dass das Ganze jetzt vorbei ist *uff* Ich kann mir gut vorstellen, wie schlimm das war, dieses Alllesübersichergehenlassenmüssen... Vor allem die Stecherei und du kannst deiner KLeinen nicht helfen, weisst sogar, dass ihr ja im Grunde nur Gutes getan wird damit, auch wenn es im Augenblick ganz anders wirkt... Eine tapfere kleine Bohne habt ihr da! Und sie die allerbeste Mama der Welt!
    ich schicke dir die liebsten Grüsse, die ich hab, ja?
    herzlich
    Bora

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  4. Ich bin so froh, dass es gut ging .... Ich spür richtig wie schlimm es für Dich als Mama war. Leider kenne ich dieses Gefühl auch .... Alles Gute weiterhin
    ...
    Ta,ta, taaaaa
    Alles Gute zum Geburtstag an Euer Geburtstagskind
    Macht Ihr ein schönes Fest?
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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  5. Ach Mensch, ich hab mal wieder gar nichts mitbekommen... sorry! Hab gerade nachgelesen. Eine Ohren-OP? Oje. Na, da bin ich aber auch froh, dass alles gut gegangen ist. Das arme Mädchen...! Aber klingt, als sei sie wirklich sehr, sehr tapfer gewesen!

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