Sonntag, 23. März 2014

Obwohl...

...dieser Tag so ganz anders war als ich es mir erhofft hatte, kann ich auf einen schönen Tag zurückblicken.
Zu allererst war für heute ein Museumsbesuch angedacht, ein Mitmachtag im Heimatmuseum.
Dann kündigte sich spontan Besuch an. So sehr freute ich mich. Meine Freundin mit ihren zwei Kindern (und Mann natürlich) habe ich seit Monaten nicht gesehen, sie wohnen in Süddeutschland und sind gerade auf Familienbesuch im Norden.
Also buk ich gestern Abend gedanklich schon den Kuchen, überlegte mir was wir unternehmen könnten und freute mich einfach.
Doch dann fing das Tochterkind an, sich zu übergeben. Und nicht nur ein Mal. Bis weit nach Mitternacht kamen wir nicht zur Ruhe, mehrmals Betten wechseln und abziehen, Duschen und immer wieder brechen.
Mein armes zitterndes Mädchen im Arm, war mir klar, dass aus dem Besuch nichts wird. Niemand möchte sich einen Magen-Darm-Virus abholen.

Heute Morgen war ich wirklich traurig, enttäuscht und deprimiert. Was für ein Tag. Es hätte so schön werden können.


Doch, es wurde auch schön. Anders. Es gab viele ruhige Spielstunden. Ich nutzte die Zeit, um mit der Tochter verschollene Puzzleteile zu sortieren, um Kleidung für den Flohmarkt auszusortieren, den Inhalt des Kaufmannsladens ausfindig zu machen (der Zwergenjunge verschleppt einfach alles in unserem riesigen Haus, wirklich alles *seufz*), zu lesen und Gesellschaftsspiele mit den Kindern zu spielen (wie gut das jetzt schon klappt!).

Nach drei Stunden Mittagsschlaf des Mädchens war sie sogar so fit, dass wir noch eine Weile draußen sein konnten. Der Zwergenjunge flitzte mit dem Laufrad umher, die zwei anderen mit den Fahrrädern und wir Erwachsenen trödelten mit dem Hund hinterher.


Und am Abend... da war ich dankbar für den doch noch schönen Tag.
Dankbar, für unser buntes und quirliges Leben mit seinen Überraschungen. Positiv und negativ.
Unser Leben eben.

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