Mittwoch, 4. Juni 2014

Schwierige Tage

Diese Tage sind anstrengend und aufwühlend. Mein Mann hat diese Woche frei, damit ich mehr Zeit für alles habe und damit er mich zu einigen Terminen begleiten kann.
Zuerst mein Geburtstag, an dem wir einige Stunden in Hamburg verbracht haben. Einfach so, um rauszukommen, um lecker vegan zu essen. Und doch war da in mir ganz viel Traurigkeit, denn mein Herz hing schon an dem Tag danach, dem Geburts- und Todestag des kleinen Jungen, den ich noch wenige Stunden vor seiner Geburt durch den Bauch meiner Freundin spüren durfte. An dem Tag kuschelte er sich in meine Hand, zumindest fühlte sich das so an. Und kurz danach flog seine Seele in den Himmel. Einen Tag nach meinem Geburtstag, deshalb wird dieser Tag nie wieder so fröhlich.

Viele Auf und Abs. Schöne Momente und schwere.
Heute waren zwei schwere Termine mit vielen Tränen.

Und gesundheitlich tut sich auch nichts. Es ist so schwer, einen neuen Arzt, einen Therapeuten und evtl doch eine andere Klinik zu finden.
Ein Medikament habe ich letzte Woche einfach abgesetzt. Die Nebenwirkungen wurden immer schlimmer und die Wirkung war gleich null. Seit Wochen bahnte sich das schon an und mein Arzt reagierte nicht darauf. Nun hoffe ich, dass ich bald ein anderes Medikament bekomme.

Es gäbe so viel zu erzählen hier, aber mir fehlen tatsächlich die Worte, diesen Schmerz, die Wut und die Trauer auszudrücken.

Momentan lenke ich mich mit Häkeln ab, vielleicht kann ich darüber ein wenig berichten in den nächsten Tagen.

4 Kommentare:

  1. Mir fehlen gerade die Worte, so traurig und ich kann garnicht viel schreiben ! Fühl Dich umarmt !
    Liebe Grüße,
    Birgit

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  2. auch ich mag dir ganz viel kraft für die 'wartezeit' und überhaupt schicken.
    es wird ein weg aus diesem tal herausführen!
    alles liebe

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  3. Alles Gute zum Geburtstag!
    Ich wünsch Dir so viel Gutes, hoffe so sehr, dass Du nicht aufgibst. Es wird anders werden, ganz bestimmt! Du hast eine Schulter zum anlehnen, auch wenn Dir keiner für Dich selber irgendwas abnehmen kann, aber mittragen, das geht.
    Das mit den Medikamenten ist so eine Sache. Erst am Montag war ich mit dem Grossen bei seiner Therapeutin, er wollte von mir begleitet werden. Er hat auch ein Medikament abgesetzt. Die Folgen waren nicht gut, er ist tief in seiner Krankheit versunken. Er hält die Nebenwirkungen nicht mehr aus. Kopfweh, starke Müdigkeit, Langsamkeit ... das wollte er wieder weg haben und ist durch das ganz weglassen so richtig in die falsche Richtung gerutscht. Wir haben darüber gesprochen, dass er seid fast 9 Jahren immer- und immerwieder zurückfällt und erst jetzt, seid ein paar Monaten die richtige Therapeutin gefunden hat. Was er und wir alle vorher erlebt haben! Jetzt ist er gut aufgehoben, sie hört ihm zu, sucht nach anderen Möglichkeiten, macht ganz tolle Vorschläge ... es gibt sie noch, die guten Helfer für die Psyche! Ich wünsch Dir ganz fest, dass Du jemanden findest, der zu Dir passt! Der wirklich helfen kann.
    Es ist schon gut, dass Du nicht alles einfach geschehen und mit Dir machen lässt. Da bin ich wieder bei Robert. Wenn es nach den Ärzten einer Klinik ginge, würde er voll mit Ritalin sein, und das schon seit Jahren. Und nun hat er die Schule die passt. Und ... sie sagen, es ist gut so. "Nein" keine solchen Medis ... Wir sind auch von dieser Klinik weggegangen. Aber ersteinmal haben wir uns das lang nicht getraut.
    liebe Grüsse und viel, viel Kraft
    von ganzen Herzen alles Liebe
    Elisabeth

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  4. Alles Gute und Liebe! Gut das Du nicht alleine bist, und ``wir`` sind auch da (wenn auch nur virtuell). Sei lieb zu Dir selbst!
    LG Marta

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