Auf den vielen wundervollen Blogs habe ich schon seit Wochen die Deko- und Bastelposts verfolgt. Ein bisschen neidisch und ein bisschen überrascht, dass es schon wieder so weit ist. Für mich fängt die Weihnachtszeit tatsächlich erst im Dezember oder eben mit dem ersten Advent an. Und obwohl ich wie gesagt auch ein klitzekleines bisschen neidisch auf die fertig dekorierten Wohnräume der anderen Familien bin (gefühlt sind "alle" schon fertig, nur ich nicht), so ist das einfach (noch nicht) meins.
Ja, schön wäre das natürlich, wenn die ganze Adventszeit über alles blitzeblank und ordentlich, schön und nicht überladen dekoriert wäre.
Dieses Jahr bin ich schon stolz, dass wir Ende November den Karton mit den Weihnachtssachen aus dem Keller geholt haben (und *hust* es ist wirklich nur ein kleines Kartönchen), dass die Kinder Adventskalender haben und dass der Adventskranz vom letzten Jahr noch da ist (und das war nicht schwer, er diente nämlich das ganze Jahr über als Deko weil er so schön bunt ist *lach*). Sogar die Kerzen standen noch drin, denn leider zünden wir viel zu selten eine Kerze an. Es ist mit dem kleinen, wilden Zwerg einfach zu gefährlich.
Doch dieses Jahr, das erste Weihnachten im riesigen- gefühlt unseren- Haus, unserem wirklich Zuhause, da wollte ich noch etwas besonderes. Einen riesigen Kranz zum Aufhängen in der Eingangsdiele.
Ich liebe diese Diele. Die original Kacheln von 1920, die hohe Decke mit der leicht geschwungenen Treppe. Die vielen alten Türen mit Gucklöchern, die von diesem Raum abgehen. Die schöne, hölzerne Eingangstür mit den kleinen Fensterchen (die mittlerweile gar nicht mehr die Eingangstür ist, weil noch eine "richtige" Tür davor gesetzt wurde).
Also besorgte ich am Sonntag diesen riesigen, nackten Kranz und dekorierte ihn ganz sparsam.
Ein wenig Angst habe ich ja, dass er mir auf den Kopf fällt, so richtig vertraue ich dem kleinen Haken nicht, an dem der Kranz befestigt ist.
Abwarten ;-)
Seit Sonntag zünden wir nun jeden Abend die Adventskerze an. Dazu haben die Kinder ein Adventspuzzle bekommen, das sie gerne puzzeln. Darauf ist die Weihnachtsgeschichte zu sehen, die wir dann gemeinsam erzählen.
Der große Junge hat ein Adventsbuch bekommen. Jeden Tag schneiden wir eine Seite auf und lesen die spannende Geschichte der ??? weiter.
Das ist ein schönes Ritual, nur müssen wir den Zwerg ständig von der Kerze fernhalten.
Nach und nach wird die Dekoration hier weiter wachsen. Ich mag es, das langsame Auspacken und dekorieren. Vor allem räume ich viel um, da ich immer wieder einen sicheren Platz vor den Zwergenfingern finden muss ;-)
Du hast es schön, das gefällt mir gut. Ich mag es nicht unbedingt wenn es ganz, ganz viel Deko gibt.
AntwortenLöschenIch drücke Euch die Daumen, dass der Sturm Euch nichts antut. Passt gut auf Euch auf ... liebe Grüsse, Elisabeth
Schön ist es bei Euch! Die Diele ist wirklich toll!
AntwortenLöschenWas Weihnachten angeht- da bin ich selber noch total unsicher, wie ich das später mit und für meinen Sohn machen werde.
Irgendwie habe ich in den letzten Jahren der Kirche und dem christlichen Glauben immer mehr den Rücken gekehrt.
Es bedeutet mir nichts mehr und viele Dinge stören mich einfach in den Kirchen (und ich bin zum Glück nur evangelisch, katholisch wäre ich längst ausgetreten).
Ich fand früher die Deko und so auch immer schön... aber irgendwie stösst mir dieser Weihnachtstrubel immer bitter auf.
Ich weiß, dass das für Kinder alles toll ist, fand ich ja selber früher... deshalb bin ich in diesem Zwiespalt. Mache ich mit, was die Gesellschaft macht? Oder ignoriere ich Weihnachten und das Kind macht dann traurige Augen, weil alle Freunde feiern? Hm. Ganz schwierig. Echt.
Hab ja noch etwas Zeit, aber für mich ein sehr schwieriges Thema...